Claudia Canella

Danke, liebe Claudia, für deine selbstdistanzierte Einführung in die Methode Autoethnografie

Ohne die einführende Schreibwerkstatt in die qualitative Forschungsmethode Autoethnografie an der Universität Zürich, die 2013 zum einzigen Mal stattfand, gäbe es diese Forschung nicht. Nur deshalb wurde meine Bachelorarbeit für das Fach Kulturanthropologie eine Autoethnografie, die ich als Studienreise in dieses Fach aufzog. Form und Struktur dieser Bachelorarbeit baute ich zum Forschungsbericht an den Sozialtheoretiker Max Weber um.

Mit Claudia zusammen verfasste ich einen Erfahrungsbericht über diese Schreibwerkstatt, in dem wir eine wiederkehrende Diskussion zu den Themen «Reproduzierbarkeit» und «subjektiv/objektiv» daraus aufleben ließen.[1]

Claudias Bereitschaft, sowohl ihre eigene Nähe zu einer Methode zu leben als auch jede skeptische Sicht darauf glaubhaft ergebnisoffen in Betracht zu ziehen, beeindruckte mich tief. Vor allem deshalb, weil ich sie im kulturrelativstisch dominierten Feld bei niemandem sonst so erlebte. Danke, liebe Claudia, ich erinnere mich so gern an die gelassene Atmosphäre in deinem Kurs selbst bei erkenntnistheoretisch heiklen Diskussionen!

[1] Garrels-Nikisch & Canella: Erfahrungsbericht über eine autoethnografische Schreibwerkstatt an der Universität Zürich – Ein Dialog zwischen Studentin und Dozentin, Journal der Schreibberatung, Ausgabe 18, November 2019, S. 107 – 119.